Anwendbar
Ökodesign-Verordnung: Rahmen für digitale Produktpässe in Kraft
Produktanforderungen folgen je delegiertem Rechtsakt.
Fertigung & Industrie
Industriebetrieben liefern wir eine IT/OT-Integration, bei der die Steuerungsebene tabu bleibt, Betriebsdaten als Grundlage für Qualität und Instandhaltung, Servicewissen genau dort, wo Technikerinnen und Techniker arbeiten, und jene Produktdaten, die das neue EU-Recht einfordert.
Für exportorientierte Industriebetriebe und Familienunternehmen mit Werken in Österreich, Deutschland und Mittel- und Osteuropa, mehreren Sprachen in der Halle und einem gemeinsamen Blick auf den Konzern.

1. Jänner 2026
CBAM: endgültige Phase beginnt
Wer erfasste Waren einführt, wechselt von der Übergangsmeldung in das endgültige System.
12. September 2026
Datenzugang ab Werk für vernetzte Produkte
Neue vernetzte Produkte müssen die Daten, die sie erzeugen, den Nutzerinnen und Nutzern zugänglich machen.
11. Dezember 2027
Cyber Resilience Act voll anwendbar
Für die CE-Kennzeichnung brauchen Produkte mit digitalen Elementen ein sicheres Design und einen geregelten Umgang mit Schwachstellen.
Gleich vier EU-Regelwerke reichen bis in die Konstruktion: Data Act, Cyber Resilience Act, Ökodesign-Verordnung und Batteriepass. Wer ausliefert, liefert künftig auch Datenzugang, Sicherheitsupdates und einen Produktpass mit.
Werksdaten werden in der Cloud gebraucht, während Steuerungen sicher und verfügbar bleiben müssen. Mit NIS2, in Österreich dem NISG 2026, fallen mehrere Industriezweige unter Cybersicherheitspflichten, und IEC 62443 liefert die Begriffe für Zonen und Kommunikationskanäle.
Wer jahrzehntelang an Anlagen und Prozessen gearbeitet hat, weiß mehr, als jede Dokumentation hergibt. Bevor diese Leute gehen, muss ihr Wissen in eine durchsuchbare, mehrsprachige Form, und das ist heute eine Aufgabe des Betriebs.
Für CBAM und die Nachhaltigkeitsberichte zählen Energieverbrauch, Emissionen und Materialeinsatz pro Werk und pro Produkt. Am besten werden diese Werte ein einziges Mal gemessen und dann für jeden Bericht genutzt.
QuelleVerordnung (EU) 2023/956
Für jede Kopplung von MES und ERP startet ein neues Schnittstellenprojekt.
Wir setzen einen Unified Namespace auf MQTT und OPC UA auf, strukturiert nach dem Informationsmodell von ISA-95. Anlagen, MES und ERP tauschen Daten über Veröffentlichen und Abonnieren aus, ohne Kabel um Kabel einzeln verbunden zu werden.
Qualitäts- und Instandhaltungsdaten liegen in getrennten Silos.
Prozess-, Qualitäts- und Instandhaltungsdaten landen samt Kontext auf einer gemeinsamen Betriebsdatenplattform. Die Auswertungen sind so gebaut, dass die Technik ihnen traut, und Vorhersagen liefern wir ausschließlich mit belegter Trefferquote.
Technikerinnen und Techniker suchen lange in Handbüchern und Servicehistorie.
Handbücher, Arbeitsanweisungen und dokumentierte Einsätze stehen einem Serviceassistenten zur Verfügung. Er antwortet in der Sprache, die an der Maschine gesprochen wird, und nennt Dokument und Revision, auf die er sich stützt.
Vernetzte Produkte müssen Cyber Resilience Act und Data Act erfüllen.
In die Produktplattform bauen wir abgesicherte Updates, eine SBOM je Release, einen Prozess für Schwachstellen und dokumentierte Datenzugangs-APIs ein.
Konformitätsdaten zu Produkten sind über viele Lieferanten verstreut.
Lieferantendaten fließen über EDI und APIs in ein gemeinsames Produktdatenmodell, das digitale Produktpässe, Batteriepässe und CBAM-Meldungen speisen kann.
Bestellungen, Lieferscheine und Zertifikate werden von Hand erfasst.
Dokumentenverarbeitung liest Handelsdokumente und Konformitätserklärungen und prüft sie; Abweichungen bestätigt das Team, bevor im ERP gebucht wird.
Am Schichtenmodell nach ISA-95 ändern wir nichts. Über der Zonengrenze macht ein Unified Namespace die Werksdaten verfügbar, und dort greifen Analyse, Wissensdienste und Konformitätsdaten darauf zu.
Werksdaten überschreiten die Zonengrenze einmal, über den Namespace, und jeder Service darüber verwendet sie weiter.
Dargestellt sind die fünf Schichten nach ISA-95, von oben gelesen: Auf Ebene 4 planen ERP-Systeme wie SAP S/4HANA oder Odoo Geschäft und Logistik. Ebene 3 umfasst das Fertigungsmanagement mit MES, Qualitätssicherung und Instandhaltung. Auf Ebene 2 überwachen SCADA und HMI den Prozess, auf Ebene 1 regeln SPS und Antriebe, und Ebene 0 ist die Fertigung selbst mit Sensorik, Maschinen und Linien.
Eine Zonengrenze nach IEC 62443 trennt Ebene 4 von den Ebenen darunter.
Aus den Ebenen 1 bis 4 gelangen die Daten per MQTT und OPC UA in einen Unified Namespace. Von dort bezieht eine Betriebsdatenplattform ihre Daten und versorgt die Auswertung von Qualität und Instandhaltung, einen Wissensassistenten für Service und Technik und die Konformitätsdaten des Produkts samt digitalem Produktpass.
Analyse und Assistenten haben nur Lesezugriff auf den Namespace. Jeder Eingriff in die Produktion geht über das MES und braucht die Zustimmung des Bedienpersonals.
Die Segmentierung folgt IEC 62443, mit festgelegten Kanälen zwischen Steuerungs- und Unternehmensnetz.
Modelle weisen ihre gemessene Genauigkeit und Unsicherheit aus. Tragen die Daten keine Prognose, sagen wir das offen.
ERP, Produktpässe und Berichtswesen beziehen ihre Produkt- und Materialangaben aus einer einzigen Quelle statt aus drei getrennten Tabellen.
Vorgaben zu Produkten, Daten und Berichten kommen Schlag auf Schlag. Für einzelne Produktgruppen setzen delegierte Rechtsakte zur Ökodesign-Verordnung noch eigene Fristen.
Anwendbar
Produktanforderungen folgen je delegiertem Rechtsakt.
Anwendbar
Mehrere Industriezweige sind erfasst, darunter Maschinen, Elektronik und Fahrzeuge; in Österreich über das NISG 2026, in Kraft seit 1. Oktober 2026.
Anwendbar
Nutzerinnen und Nutzer erhalten Rechte an den Daten vernetzter Produkte.
Anwendbar
Anwendbar
Große Unternehmen der früheren zweiten Welle berichten ab dem Geschäftsjahr 2027.
Anwendbar
Aktiv ausgenutzte Schwachstellen und schwere Vorfälle sind zu melden.
Anwendbar
Stand 2. Oktober 2026
Bevorstehend
Mit Anforderungen an Sicherheitsfunktionen, die auf Software und Vernetzung beruhen.
Bevorstehend
Für erfasste Industrie- und Traktionsbatterien sowie Batterien leichter Verkehrsmittel.
Bevorstehend
Die Vorschriften, die Produkt-, Werks- und Datenprojekte am häufigsten bestimmen, und was sie für die Technik bedeuten.
Die Übersicht soll Planungsgespräche erleichtern und ersetzt keine Rechtsberatung. Was für ein bestimmtes Produkt gilt, ergibt sich erst aus delegierten Rechtsakten und harmonisierten Normen. Stand der Termine: 2. Oktober 2026.
Produkte mit digitalen Elementen, die in der EU in Verkehr kommen, müssen sicher konzipiert sein, während ihres Unterstützungszeitraums Sicherheitsupdates erhalten und einen geregelten Umgang mit Schwachstellen mitbringen. Meldepflichten gelten ab 11. September 2026, die Hauptpflichten ab 11. Dezember 2027.
Mit dem CRA werden sichere Entwicklung, SBOM und ein verlässlicher Update-Weg Bestandteil des Produkts. Diese Bausteine integrieren wir in Ihre Plattform und in den Ablauf Ihrer Releases.
QuelleVerordnung (EU) 2024/2847, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Wer vernetzte Produkte und verbundene Dienste nutzt, hat das Recht, die erzeugten Daten abzurufen und weiterzugeben. Vernetzte Produkte, die ab 12. September 2026 in Verkehr kommen, müssen diese Daten schon von der Konstruktion her zugänglich machen.
Gefragt sind also beschriebene Datenzugangs-APIs auf der Produktplattform und vertragliche Regeln, wer welche Daten bekommt. Für beides machen wir den Entwurf.
QuelleVerordnung (EU) 2023/2854, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Die Ökodesign-Verordnung für nachhaltige Produkte gibt den Rahmen für Produktanforderungen und den digitalen Produktpass vor. Konkrete Pflichten folgen je Produktgruppe über delegierte Rechtsakte.
Steckt die Information zu Material, Herkunft und Reparierbarkeit schon im Produktdatenmodell, bedeutet ein neuer delegierter Rechtsakt nur ein weiteres Mapping und kein neues System.
QuelleVerordnung (EU) 2024/1781, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Sie löst ab 20. Jänner 2027 die Maschinenrichtlinie ab und stellt Anforderungen an softwarebasierte Sicherheitsfunktionen, vernetzte Maschinen und den Schutz sicherheitsrelevanter Software vor Manipulation.
Was in Sicherheitsfunktionen eingreift, verlangt rückverfolgbare Anforderungen und kontrollierte Änderungen. Solche Software halten wir strikt getrennt von Analyse und Assistenz.
QuelleVerordnung (EU) 2023/1230, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Erfasst sind unter anderem die Herstellung von Medizinprodukten, Computern und Elektronik, elektrischen Ausrüstungen, Maschinen und Fahrzeugen, mit Pflichten zu Risikomanagement, Meldung von Vorfällen und Sicherheit in der Lieferkette. In Österreich gilt seit 1. Oktober 2026 das NISG 2026 mit dem Bundesamt für Cybersicherheit (BCS) als Behörde. Auch Zulieferer betroffener Unternehmen spüren das über Vertragsanforderungen.
OT-Sicherheit, Netzsegmente und das Vorgehen bei Vorfällen landen damit auf dem Tisch der Geschäftsführung. Unsere IT/OT-Integration bringt diese Elemente gleich mit.
QuelleRichtlinie (EU) 2022/2555, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Das CO2-Grenzausgleichssystem ist für Einfuhren erfasster Waren seit 1. Jänner 2026 in der endgültigen Phase. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung nach der CSRD hat der Omnibus 2026 auf die größten Unternehmen eingeschränkt, mit späteren ersten Berichtsjahren.
Emissionen, Energie und Material sollten direkt an der Quelle aufgezeichnet werden, und zwar einmal, mit einer Datenherkunft, die auch der Wirtschaftsprüfung standhält.
QuelleVerordnung (EU) 2023/956, EUR-Lex (öffnet externe Website)
Bei einem exportorientierten Maschinenbaubetrieb stellt das Wartungsteam seine Frage in der eigenen Sprache. Zurück kommen der relevante Handbuchauszug, die gültige Arbeitsanweisung und bewährte Reparaturen, stets mit Quellenangabe.
Konformitätserklärungen und Materialdeklarationen der Lieferanten werden ausgelesen, gegen die Bestellung geprüft und zur Charge abgelegt.
Kundenbestellungen und Lieferscheine eines Kunststoffverarbeiters werden vor der Buchung ausgelesen und geprüft; jede Abweichung bestätigt das Team.
Ein altes MES bekommt dokumentierte APIs und wird Funktion für Funktion ersetzt, ohne dass eine Linie stillsteht.
Händler und Endkundschaft identifizieren das gesuchte Teil und sehen, ob es lieferbar ist. Braucht es technisches Urteil, geht die Anfrage an das Serviceteam.
SAP S/4HANA für Produktion und Lieferkette auf Konzernebene, etwa mit Gesellschaften in Österreich, Deutschland und Mittel- und Osteuropa, über den Namespace mit MES und Werksdaten verbunden.
Odoo Fertigung für mittelgroße Werke und Tochtergesellschaften, oft zweistufig mit SAP auf Konzernebene.
Rahmenverträge, Händlerorganisation und Außendienst, gekoppelt an die installierte Basis und die Servicehistorie jeder Anlage.
Die Partnerstufen sind jene von FromNine. Produktnamen sind Marken ihrer jeweiligen Inhaber.
Österreich
Viele österreichische Industriebetriebe, vom Maschinenbau bis zur Kunststoffverarbeitung, liefern in den gesamten DACH-Raum und nach Mittel- und Osteuropa und führen dort Werke oder Tochtergesellschaften, jede mit eigenem MES, eigener ERP-Instanz und eigener Arbeitssprache. Cyber Resilience Act, Data Act und Ökodesign-Verordnung gelten für alle diese Standorte gleich.
Dazu kommt das NISG 2026: Betroffene Unternehmen stehen seit 1. Oktober 2026 unter der Aufsicht des Bundesamts für Cybersicherheit (BCS), und ihre Anforderungen an die Lieferkette erreichen auch Zulieferer. Unser Ansatz ist ein gemeinsames Informationsmodell mit einem Integrationsmuster, das jedes Werk in seinem eigenen Tempo einführt, ergänzt um Serviceinhalte in den Sprachen der Belegschaft.
Im Normalfall nicht. Analyse und Assistenten lesen die Werksdaten über den Namespace mit. Soll sich an der Produktion etwas ändern, geschieht das über das MES oder durch die Steuerungstechnik, freigegeben vom Bedienpersonal und dokumentiert in der Änderungssteuerung.
In manchen Fällen. Entscheidend sind die möglichen Fehlerbilder, die verbaute Sensorik und wie viel Historie vorliegt. Wir prüfen das zuerst, legen Trefferquote und Unsicherheit offen und raten zu zustandsbasierten Regeln, wenn ein Modell keine verlässliche Aussage liefert.
Für Werksdaten OPC UA und MQTT, als Informationsmodell ISA-95, für die Netzsegmentierung IEC 62443 und für die Anbindung von Lieferanten und Kundschaft EDI oder APIs.
Wir bereiten die Produktplattform darauf vor: mit sicherer Entwicklungspraxis, SBOM, einem Eingang für Schwachstellenmeldungen und abgesicherten Updates. Die Konformitätsbewertung und die juristische Auslegung verantworten Sie, gegebenenfalls mit Ihrer benannten Stelle.
Ja, das zweistufige ERP-Modell ist gängig, gerade bei Familienunternehmen mit Töchtern in Deutschland und Mittel- und Osteuropa. Gemeinsam klären wir, welche Stammdaten und Buchungen in welchem System liegen, und koppeln beide so, dass die Konzernzahlen zusammenpassen.
Werksdaten vernetzen, vernetzte Produkte CRA-fest machen oder das Servicewissen zu den Leuten an der Anlage bringen? Fangen Sie klein an: mit einer Linie, einem Produkt oder einem Werk.