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So arbeiten wir

Verstehen. Entwerfen. Bauen. Betreiben.

Unsere Vorhaben gliedern sich in vier Phasen. Am Ende jeder Phase liegt etwas vor, das Sie prüfen und behalten: zuerst die Problembeschreibung, dann eine Architektur mit vereinbarten Erfolgskriterien, danach die getestete Umsetzung und zuletzt die Übergabe samt Betriebsplan.

Dieselben vier Phasen für Verwaltung und Wirtschaft, in Österreich ebenso wie in den anderen europäischen Märkten, in denen wir arbeiten.

Vier Phasen

Vom Erstgespräch bis zum laufenden System

Für jede Phase steht fest, was am Ende vorliegt und welche Rolle Ihr Team übernimmt.

  1. Verstehen

    Wir schauen uns das fachliche Problem, die beteiligten Menschen und die bestehenden Systeme an und prüfen mit Ihnen, ob KI hier tatsächlich die richtige Lösung ist.

    Was passiert

    • Gespräche mit den Menschen, die die Arbeit heute erledigen
    • Sichtung von Systemen, Datenzugängen und Rahmenbedingungen
    • Erste Einschätzung von Risiko, Datenschutz und Einstufung nach KI-Verordnung
    • Eine kurze Liste von Ansatzpunkten und den passenden Messgrößen

    Ergebnis

    • Problembeschreibung

    Ihre Rolle

    Sie liefern den Zusammenhang, öffnen die Türen zu den richtigen Personen und entscheiden, was am meisten zählt.

  2. Entwerfen

    Die Architektur wird gewählt, die Erfolgskriterien werden festgehalten und das erste Release wird geplant. Dazu gehört, wie wir Qualität, Sicherheit und menschliche Aufsicht nachweisen.

    Was passiert

    • Entwurf von Architektur und Schnittstellen
    • Bewertungsplan für KI: Testfälle und Qualitätskriterien
    • Konzept für Sicherheit, Datenschutz und menschliche Aufsicht
    • Releaseplan und Aufstellung des Teams

    Ergebnis

    • Architektur und Erfolgskriterien
    • Releaseplan

    Ihre Rolle

    Sie stimmen Messgrößen und Prioritäten ab und bestätigen die Entscheidungen zu Daten, Hosting und Aufsicht.

  3. Bauen

    Wir liefern in kurzen, getesteten Schritten, die Sie sehen und verwenden können. Jede Änderung wird gegengelesen, getestet und dokumentiert, sobald sie einfließt.

    Was passiert

    • Vorführung jeder Ausbaustufe an lauffähiger Software
    • Automatisierte Tests, Code-Reviews und Sicherheitsprüfungen
    • KI-Ergebnisse gemessen an den vereinbarten Kriterien
    • Dokumentation, die parallel zum Code entsteht

    Ergebnis

    • Getestete Umsetzung
    • Bewertungsergebnisse

    Ihre Rolle

    Sie sehen sich die Ausbaustufen an, testen mit echten Nutzerinnen und Nutzern und nehmen ab, was fertig ist.

  4. Betreiben und verbessern

    Wir übergeben das System oder betreiben es, beobachten es im Echtbetrieb und entwickeln es mit Ihnen weiter, je nachdem, was die tatsächliche Nutzung zeigt.

    Was passiert

    • Beobachtung von Qualität, Kosten und Antwortzeit
    • Durchsicht unsicherer und eskalierter Fälle
    • Betriebshandbücher und Wissensweitergabe an Ihre Teams
    • Verbesserungsreleases in festem Takt

    Ergebnis

    • Übergabe und Betriebsplan

    Ihre Rolle

    Sie übernehmen das System oder legen fest, wer es betreibt, und bestimmen die nächsten Verbesserungen.

Danach beginnt die nächste Runde mit dem Gelernten: Was der Betrieb zeigt, bestimmt die Themen der folgenden Phase.

Zusammenarbeit

Wie wir mit Ihren Teams zusammen­arbeiten

Ein Team mit gemeinsamen Zielen, sichtbarem Fortschritt und nachvollziehbaren Entscheidungen.

  • Eine verantwortliche Ansprechperson

    Eine Delivery-Leitung steht Ihnen für Umfang, Qualität und Fortschritt gerade, unterstützt von Architektinnen, Architekten und Fachleuten, so wie die Arbeit es erfordert.

  • Gemeinsames Team, ein Backlog

    Ihre Fachleute und unsere arbeiten aus demselben Backlog. Prioritäten setzen wir gemeinsam, und jede Änderung ist für alle sichtbar.

  • Ein verlässlicher Takt

    Kurze Planungszyklen, Vorführungen an lauffähiger Software und regelmäßige Durchsichten. So kommen Überraschungen früh ans Licht und nicht erst kurz vor Schluss.

  • Entscheidungen schriftlich

    Architektur- und Designentscheidungen halten wir samt Begründung fest. Sie lassen sich so später überprüfen, erklären und übergeben.

Steuerung

Klare Rollen, offene Risiken, geordnete Änderungen

  1. Ein Lenkungskreis, der entscheidet

    In fixen Abständen entscheidet eine kleine Steuerungsgruppe über Umfang, Prioritäten und Risiken. Eskalationswege stehen schon zu Projektbeginn fest und werden nicht erst gesucht, wenn es brennt.

  2. Risiken auf dem Tisch

    Risiken, Abhängigkeiten und Annahmen stehen in einer gemeinsamen Liste, jeweils mit einer verantwortlichen Person, und kommen bei jeder Sitzung des Lenkungskreises zur Sprache.

  3. Steuerung von KI-Systemen

    Bei KI-Systemen halten wir schriftlich fest, wozu das System dient, wie es eingestuft ist, aus welchen Quellen die Daten kommen und wo Menschen das letzte Wort haben. Damit orientieren wir uns an dem, was die KI-Verordnung von Anbietern und Betreibern verlangt.

  4. Geordnete Änderungen

    Wer Umfang, Daten oder das Verhalten eines Modells ändern will, geht über den vereinbarten Änderungsprozess. Dort wird sichtbar, was die Änderung für Kosten, Qualität und die Einhaltung von Vorgaben bedeutet.

Qualitätssicherung

Geprüft wie jedes produktive System, die KI eingeschlossen

Softwarequalität und KI-Qualität entstehen gemeinsam, ab der ersten Ausbaustufe.

  • Automatisierte Tests

    In der Auslieferungsstrecke laufen Unit-, Integrations- und End-to-End-Tests automatisch mit. Ein roter Test stoppt das Release.

  • Reviews und Sicherheitsprüfungen

    Bevor etwas ausgeliefert wird, liest eine Kollegin oder ein Kollege die Änderung gegen. Abhängigkeiten, Code und Infrastruktur prüfen automatische Scans, Sicherheitstests sind für jedes Release eingeplant.

  • Prüfung der Barrierefreiheit

    Oberflächen prüfen wir gegen WCAG 2.2 Stufe AA, automatisiert und zusätzlich händisch mit assistiven Technologien.

  • Bewertung von KI-Ergebnissen

    Qualitätskriterien und Testfälle legen wir mit Ihnen fest, messen die KI vor dem Release daran und messen auch danach weiter. Ist sich das System unsicher, entscheidet ein Mensch.

So bewerten wir KI vor und nach dem Release

Diesen Bewertungskreislauf vereinbaren wir mit Ihnen für jede KI-Funktion. Kriterien, Schwellenwerte und Prüfschritte legen wir je Anwendungsfall fest.

Diagramm als Text lesen

Die Grafik zeigt einen Kreislauf aus fünf Schritten.

Schritt 1, Kriterien und Testfälle: Gemeinsam mit Ihren Fachleuten werden Maßstäbe für Qualität und ein Satz echter Beispiele festgelegt. Schritt 2, Bewertung vor dem Release: Die KI-Ergebnisse werden an diesen Beispielen und Maßstäben gemessen. Schritt 3, Freigabe durch Menschen: Sie sehen die Ergebnisse mit uns durch und entscheiden über den Start. Schritt 4, Beobachtung im Betrieb: Bei echter Nutzung werden Qualität, Kosten und Antwortzeit verfolgt. Schritt 5, unsichere Fälle durchsehen: Fälle, die die KI nicht verlässlich löst, übernehmen Menschen.

Die Entscheidungen aus Schritt 5 fließen in die Testfälle von Schritt 1 zurück. So beginnt jede neue Bewertungsrunde mit dem, was die echte Nutzung gezeigt hat.

Dokumentation und Übergabe

Bei Ihnen bleibt das Wissen, nicht nur der Code

Schon in der ersten Woche planen wir die Übergabe mit, damit Ihre Teams das System später selbst betreiben und anpassen können.

  • Architektur­dokumentation

    Aktuelle Grafiken und Beschreibungen von Komponenten, Schnittstellen und Datenflüssen, die mit jeder Änderung am System nachgezogen werden.

  • Entscheidungs­protokolle

    Warum eine wesentliche Wahl so getroffen wurde, welche Alternativen auf dem Tisch lagen und was uns dazu bringen würde, sie neu zu prüfen.

  • Betriebshandbücher und Betriebsplan

    Wie man das System ausrollt, überwacht, nach einem Ausfall wiederherstellt und betreut, und wer ab dem Go-live für was zuständig ist.

  • Wissensweitergabe

    Gemeinsames Arbeiten, Durchgänge durch das System und Übergabetermine mit dem Team, das es künftig verantwortet, verteilt über die ganze Laufzeit statt in die letzten Wochen gedrängt.

Delivery-Teams

Teams aus einem Kreis von über 2 400 Fachleuten

Je nach Aufgabe stellen wir Teams zusammen, und dafür stehen über 2 400 Kolleginnen und Kollegen bereit, aus KI-Engineering, Software, Cloud, Daten, Integrationen und den Fachbereichen für Salesforce, SAP und Odoo. Am Anfang ist ein Team klein, etwa in der Analyse, und es wächst bei Bedarf bis zur Größe eines ganzen Programms.

Möglichst dieselben Leute begleiten Ihr Vorhaben vom Entwurf bis zur Übergabe. Beständigkeit ist das, was aus einem Projekt ein dauerhaft tragfähiges System macht. Zusammensetzung des Teams und Zusammenspiel mit Ihren eigenen Leuten legen wir für jedes Vorhaben eigens fest.

Öffentliche Verwaltung

Arbeiten für öffentliche Auftraggeber

Wie wir mit Bundesdienststellen, Ländern und Gemeinden arbeiten, prägen über 600 Projekte für öffentliche Auftraggeber in der gesamten EU. Angebotsphasen, die Regeln des Bundesvergabegesetzes und die dafür nötigen Unterlagen sind von Beginn an Teil des Plans.

Barrierefreiheit, Sicherheit, Datenschutz und mehrsprachige Umsetzung sind bei uns schon in Analyse und Entwurf Anforderungen und werden nicht erst in der letzten Testrunde abgehakt. Entscheidungen dokumentieren wir so, dass sie gegenüber Prüfstellen, Aufsichtsbehörden sowie Bürgerinnen und Bürgern erklärbar bleiben.

Österreich

Vorgehen nach europäischem und österreichischem Recht

In länderübergreifenden Programmen stellen sich überall dieselben Fragen: Welche Pflichten der KI-Verordnung greifen, wie sind personenbezogene Daten nach DSGVO zu schützen, und was verlangt der Cyber Resilience Act künftig von Software mit digitalen Elementen? Diese Fragen klären wir in den Phasen Verstehen und Entwerfen, damit sie die Architektur prägen und das Release nicht aufhalten.

In Österreich kommen eigene Vorgaben dazu: das NISG 2026, seit 1. Oktober 2026 in Kraft, mit dem Bundesamt für Cybersicherheit als zuständiger Behörde, und für öffentliche Auftraggeber das Bundesvergabegesetz 2018. Wo nationale Regeln abweichen, hält der Plan das ausdrücklich fest; die rechtliche Beurteilung bleibt bei Ihrer Rechtsberatung.

Fragen zu unserer Arbeitsweise

Wie lange dauert eine Phase?

Das hängt vom Umfang ab, von den beteiligten Systemen und davon, wie rasch Entscheidungen fallen. Zu Beginn vereinbaren wir für jede Phase einen Plan, und Sie sehen den Fortschritt laufend. Zeiträume nennen wir erst, wenn wir das Problem verstanden haben.

Können wir klein anfangen?

Ja. Häufig beginnt ein Vorhaben nur mit der Phase Verstehen oder mit einem einzigen Anwendungsfall, der alle vier Phasen durchläuft, und erst danach wird erweitert. Jede Phase hinterlässt ein verwertbares Ergebnis, selbst wenn Sie danach ohne uns weitermachen.

Was bleibt am Ende bei uns?

Sie erhalten Dokumentation, Entscheidungsprotokolle und Betriebshandbücher, mit denen Sie das System betreiben und ändern können; die Übergabe ist von Beginn an eingeplant. Die Rechte an Code und geistigem Eigentum regelt der Vertrag des jeweiligen Vorhabens.

Wie stellen Sie sicher, dass die KI gut genug arbeitet?

Qualitätskriterien und Testfälle legen wir mit Ihren Fachleuten fest, bewerten vor dem Release und messen im Betrieb weiter. Unsichere Fälle gehen an einen Menschen. Wir berichten Bewertungsergebnisse, versprechen aber keine Trefferquoten.

Arbeiten Sie mit unseren Teams und anderen Lieferanten zusammen?

Ja, gemischte Teams und die Arbeit neben anderen Dienstleistern sind für uns üblich. Klare Schnittstellen, ein gemeinsames Backlog und schriftliche Entscheidungen halten die Zuständigkeiten sichtbar.

Nehmen Sie an Vergabeverfahren nach dem BVergG teil?

Ja. Bei über 600 Projekten für öffentliche Auftraggeber in der EU haben wir Vergabeverfahren mit allen geforderten Unterlagen durchlaufen; Ausschreibungsunterlagen beantworten wir Punkt für Punkt. Schreiben Sie uns mit der Kennung der Ausschreibung, wir leiten sie an das passende Team weiter.

Beginnen wir beim Problem

Erzählen Sie uns, woran Sie arbeiten und welche Systeme Sie bereits einsetzen. Wir schlagen vor, mit welcher Phase Sie beginnen, und sagen Ihnen, was am Ende dieser Phase vorliegt.