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Unsere Arbeitsweise

Verstehen. Entwerfen. Bauen. Betreiben.

Jedes Mandat durchläuft bei uns vier Phasen, und am Ende jeder Phase steht etwas Greifbares, das Sie prüfen und behalten: eine Beschreibung des Problems, eine Architektur mit vereinbarten Erfolgskriterien, eine getestete Umsetzung und eine Übergabe samt Betriebsplan.

Dieselben vier Phasen für Verwaltungen, Gemeinden, Banken und Unternehmen in Luxemburg, wie in jedem europäischen Markt, in dem wir arbeiten.

Vier Phasen

Vom ersten Austausch bis zum System im Betrieb

Zu jeder Phase gehören ein benanntes Ergebnis und eine klare Aufgabe für Ihr Team.

  1. Verstehen

    Wir klären die fachliche Aufgabe, die beteiligten Menschen und die Systeme, die schon da sind, und prüfen gemeinsam, ob KI hier überhaupt die passende Antwort ist.

    Was passiert

    • Gespräche mit den Mitarbeitenden, die die Arbeit heute erledigen
    • Sichtung der Systeme, der Datenzugänge und der Rahmenbedingungen
    • Erste Einschätzung zu Risiken, Datenschutz und Einstufung nach KI-Verordnung
    • Eine kurze Liste von Chancen und der Messgrößen dazu

    Ergebnis

    • Problembeschreibung

    Ihre Rolle

    Sie liefern den Kontext, bringen uns mit den richtigen Leuten zusammen und legen fest, was am meisten zählt.

  2. Entwerfen

    Die Architektur wird festgelegt, Erfolgskriterien werden beschrieben und das erste Release geplant, samt der Frage, wie Qualität, Sicherheit und Aufsicht belegt werden.

    Was passiert

    • Entwurf von Architektur und Schnittstellen
    • Evaluierungsplan mit Testsätzen und Qualitätskriterien für die KI
    • Konzept für Sicherheit, Datenschutz und menschliche Aufsicht
    • Releaseplan und Aufstellung des Teams

    Ergebnis

    • Architektur und Erfolgskriterien
    • Releaseplan

    Ihre Rolle

    Ihre Seite einigt sich auf Messgrößen und Prioritäten und bestätigt, wie mit Daten, Hosting und Aufsicht verfahren wird.

  3. Bauen

    Wir liefern in kurzen, geprüften Etappen, die Sie sehen und ausprobieren können; jede Änderung wird von Kolleginnen oder Kollegen gegengelesen, getestet und dokumentiert, sobald sie eingeht.

    Was passiert

    • Vorführung jeder Etappe an lauffähiger Software
    • Automatisierte Tests, Code-Reviews und Sicherheitsprüfungen
    • Bewertung der KI-Ergebnisse nach den vereinbarten Kriterien
    • Dokumentation, die parallel zum Code entsteht

    Ergebnis

    • Getestete Umsetzung
    • Evaluierungsergebnisse

    Ihre Rolle

    Ihr Team begutachtet die Etappen, lässt echte Nutzerinnen und Nutzer testen und nimmt ab, was reif ist.

  4. Betreiben und verbessern

    Am Ende steht die Übergabe oder unser Weiterbetrieb. Wir beobachten das System im Produktivbetrieb und verbessern es mit Ihnen dort, wo die echte Nutzung Bedarf zeigt.

    Was passiert

    • Beobachtung von Qualität, Kosten und Antwortzeiten
    • Durchsicht unsicherer und eskalierter Fälle
    • Runbooks und Wissenstransfer an Ihre Teams
    • Verbesserungsreleases in festem Takt

    Ergebnis

    • Übergabe- und Betriebsplan

    Ihre Rolle

    Sie übernehmen das System oder vereinbaren, wer es betreibt, und entscheiden über die nächsten Verbesserungen.

Danach beginnt die nächste Runde mit dem, was wir gelernt haben: Der Betrieb gibt vor, woran als Nächstes gearbeitet wird.

Modell der Zusammenarbeit

Zusammenarbeit mit Ihren Teams

Gemeinsame Ziele, Fortschritt, den alle sehen, und Entscheidungen, die schriftlich vorliegen.

  • Eine verant­wortliche Leitung

    Eine Projektleitung ist Ihr Gegenüber und verantwortet Umfang, Qualität und Fortschritt. Architektur und Spezialwissen kommen dazu, sobald die Aufgabe sie braucht.

  • Gemischtes Team, ein Backlog

    Ein einziges Backlog für Ihre und unsere Leute. Was Vorrang hat, entscheiden wir zusammen, und Änderungen sieht jeder im Team sofort.

  • Ein fester Takt

    Kurze Planungszyklen, Demos an laufender Software und regelmäßige Rückblicke: So zeigen sich Probleme früh statt kurz vor Schluss.

  • Schriftlich festgehaltene Entscheidungen

    Entscheidungen zu Architektur und Design halten wir mit ihrer Begründung schriftlich fest. So lassen sie sich später überprüfen, erklären und an andere weitergeben.

Governance

Klare Rollen, offene Risiken, geordnete Änderungen

  1. Ein Lenkungskreis, der entscheidet

    Ein kleiner Lenkungskreis kommt regelmäßig zusammen und trifft die Entscheidungen zu Umfang, Prioritäten und Risiken. Eskalationswege vereinbaren wir zu Beginn und nicht erst im Ernstfall.

  2. Risiken auf dem Tisch

    Risiken, Abhängigkeiten und Annahmen führen wir in einem gemeinsamen Register, jeweils mit einer verantwortlichen Person, und gehen sie in jeder Sitzung des Lenkungskreises durch.

  3. Governance speziell für KI

    Bei KI-Systemen halten wir schriftlich fest, wozu das System dient, wie es eingestuft ist, aus welchen Quellen es Daten bezieht und wo Menschen eingreifen. Das entspricht dem, was die KI-Verordnung der EU von Anbietern und Betreibern erwartet.

  4. Geordnete Änderungen

    Wer Umfang, Daten oder das Verhalten eines Modells ändern will, geht über ein vereinbartes Änderungsverfahren; die Folgen für Kosten, Qualität und Compliance liegen dabei offen.

Qualitäts­sicherung

Geprüft wie jedes Produktiv­system, die KI eingeschlossen

Softwarequalität und KI-Qualität entwickeln wir gemeinsam, ab der ersten Etappe.

  • Automatisierte Tests

    Unit-, Integrations- und End-to-End-Tests gehören fest zur Pipeline. Schlägt einer fehl, geht das Release nicht raus.

  • Reviews und Sicherheits­prüfungen

    Bevor etwas ausgeliefert wird, sieht eine zweite Person die Änderung durch. Abhängigkeiten, Code und Infrastruktur scannen wir automatisch, Sicherheitstests sind für jedes Release eingeplant.

  • Tests zur Barriere­freiheit

    Automatische Prüfungen und manuelle Tests mit assistiven Technologien gegen WCAG 2.2, Stufe AA. Öffentliche Stellen in Luxemburg finden darin die Grundlage für die Prüfung nach RAWeb.

  • Bewertung der KI-Ergebnisse

    Woran KI-Ergebnisse gemessen werden, bestimmen wir mit Ihnen: Kriterien und Testsätze stehen vor dem Release fest, und gemessen wird auch danach. Wenn das System zweifelt, liegt die Entscheidung bei einem Menschen.

Wie wir KI vor und nach dem Release bewerten

Diesen Bewertungskreislauf vereinbaren wir für jede KI-Funktion. Kriterien, Schwellen und Prüfschritte richten sich nach dem jeweiligen Anwendungsfall.

Diagramm als Text lesen

Dargestellt ist ein Kreislauf mit fünf Stationen.

Erstens vereinbaren Ihre Fachleute mit uns Qualitätskriterien und stellen echte Beispiele zu einem Testsatz zusammen. Zweitens messen wir die Ausgaben der KI an genau diesem Testsatz. Drittens besprechen wir die Zahlen gemeinsam, und Ihre Seite entscheidet über den Livegang. Viertens verfolgen wir im laufenden Betrieb Qualität, Kosten und Latenz. Fünftens kümmern sich Menschen um alle Fälle, bei denen die KI nicht zuverlässig ist.

Die Entscheidungen aus der fünften Station ergänzen den Testsatz der ersten; jede Runde startet also mit dem, was der Echtbetrieb gelehrt hat.

Dokumentation und Übergabe

Bei Ihnen bleibt das Wissen, nicht nur der Code

Ab der ersten Woche planen wir die Übergabe mit, damit Ihr Team das System später selbst betreiben und ändern kann.

  • Architektur­dokumentation

    Aktuelle Diagramme und Beschreibungen der Komponenten, Schnittstellen und Datenflüsse, die mit jeder Änderung am System aktualisiert werden.

  • Entscheidungs­protokolle

    Weshalb eine wesentliche Entscheidung so ausfiel, welche Alternativen es gab und was uns dazu bringen würde, sie neu zu prüfen.

  • Runbooks und Betriebsplan

    Ausrollen, überwachen, wiederherstellen, betreuen: wie das geht und wer nach dem Livegang wofür zuständig ist.

  • Wissens­transfer

    Pair-Programming, Walkthroughs und Übergabesitzungen mit dem künftigen Betriebsteam, über die gesamte Laufzeit verteilt und nicht in die letzten Tage gepresst.

Projektteams

Teams aus über 2.400 Kolleginnen und Kollegen

Die Teams stellen wir aus über 2.400 Kolleginnen und Kollegen zusammen, quer durch KI-Engineering, Softwareentwicklung, Cloud, Daten und Integration und mit Fachleuten für Salesforce, SAP und Odoo. Anfangs arbeitet oft eine kleine Gruppe an der Analyse; mit der Aufgabe wächst sie bis zur Größe eines ganzen Programms.

Möglichst dieselben Köpfe vom Entwurf bis zur Übergabe: Diese Kontinuität entscheidet darüber, ob aus einem Projekt ein dauerhaftes System wird. Ein Büro in Luxemburg haben wir nicht; unsere Teams arbeiten aus Antwerpen, Gent und Amsterdam. Die Zusammensetzung des Teams und das Zusammenspiel mit Ihren Mitarbeitenden legen wir für jedes Mandat gesondert fest.

Öffentlicher Sektor

Zusammenarbeit mit Staat und Gemeinden

Unsere Arbeit für Ministerien, Verwaltungen und Gemeinden stützt sich auf über 600 Projekte für öffentliche Auftraggeber in der gesamten EU. Ausschreibungsphasen, Vergaberegeln und die geforderten Unterlagen sind im Plan von Anfang an berücksichtigt; in Luxemburg sind das das Gesetz vom 8. April 2018 über öffentliche Aufträge und ein Lastenheft, das wir Punkt für Punkt beantworten.

Barrierefreiheit, Sicherheit, Datenschutz und mehrere Sprachen sind bei uns Anforderungen der Analyse und des Entwurfs und keine Punkte für die letzte Testrunde. Entscheidungen halten wir so fest, dass sie sich Prüfern, Aufsichtsstellen und der Öffentlichkeit erklären lassen.

Luxemburg

Vorgehen nach europäischen und luxem­burgischen Regeln

Ob Fondsverwalter oder Gemeindeverwaltung: Am Anfang stehen in Luxemburg dieselben europäischen Fragen. Was verlangt die KI-Verordnung konkret von Ihrer Rolle, wie bleibt die Verarbeitung personenbezogener Daten DSGVO-konform, und welche Pflichten bringt der Cyber Resilience Act für Software mit digitalen Elementen? Wir beantworten sie, solange noch entworfen wird, damit sie die Architektur bestimmen und nicht später den Start bremsen.

Dazu kommen die luxemburgischen Regeln. Fällt Ihre Organisation unter das NIS2-Gesetz vom 5. Mai 2026, ist für die meisten Sektoren das Institut Luxembourgeois de Régulation (ILR) zuständig. Banken, Fonds und Versicherer planen DORA mit Blick auf die CSSF und das Commissariat aux Assurances ein. Wo nationale Vorgaben abweichen, hält der Plan das ausdrücklich fest; die rechtliche Bewertung bleibt bei Ihrer Rechtsberatung.

Fragen zu unserer Arbeitsweise

Wie lange dauert eine Phase?

Das hängt vom Umfang ab, von den beteiligten Systemen und vom Tempo, in dem entschieden werden kann. Zu Beginn jeder Phase steht ein vereinbarter Plan, und Sie sehen den Fortschritt laufend. Zusagen zur Dauer machen wir erst, wenn wir das Problem kennen.

Können wir klein anfangen?

Durchaus. Oft steht am Anfang nur die Phase Verstehen, oder ein einzelner Anwendungsfall geht durch alle vier Phasen, bevor mehr daraus wird. Was eine Phase liefert, bleibt auch dann nützlich, wenn Sie danach ohne uns weitermachen.

Was gehört uns am Ende?

Sie erhalten die Dokumentation, die Entscheidungsprotokolle und die Runbooks, die Sie für Betrieb und Weiterentwicklung brauchen; die Übergabe ist von Anfang an eingeplant. Wem Code und geistiges Eigentum gehören, regelt der Vertrag des jeweiligen Mandats.

Wie stellen Sie sicher, dass die KI-Ergebnisse gut genug sind?

Qualitätskriterien und Testsätze erarbeiten wir mit Ihren Fachleuten. Vor dem Release wird bewertet, im Betrieb wird weiter gemessen, und wo das System unsicher ist, übernimmt ein Mensch. Sie bekommen von uns Evaluierungsergebnisse, aber keine versprochenen Trefferquoten.

Arbeiten Sie mit unseren eigenen Teams und anderen Dienstleistern zusammen?

Ja. Gemischte Teams und andere Dienstleister am selben Vorhaben sind für uns Alltag; klare Schnittstellen, ein gemeinsames Backlog und schriftliche Entscheidungen halten fest, wer wofür zuständig ist.

Arbeiten Sie nach den Regeln für öffentliche Aufträge in Luxemburg?

Ja. Aus über 600 Projekten für öffentliche Auftraggeber in der EU kennen wir Vergabeverfahren und die zugehörigen Nachweise aus eigener Praxis. In Luxemburg werden Unterlagen und Angebote über marches.public.lu ausgetauscht. Nehmen Sie Kontakt auf und nennen Sie die Referenz der Ausschreibung; wir leiten sie an das passende Team weiter.

Am Anfang steht das Problem

Beschreiben Sie kurz Ihr Vorhaben und die Systeme in Ihrem Haus. Wir empfehlen Ihnen die passende Einstiegsphase und sagen, welches Ergebnis Sie danach in der Hand halten.